Treffen für alle, 5.3.2016 in Wil

Nachdem am Samstagvormittag die 25. Mitgliederversammlung des Vereins Bibelgruppen Immanuel stattgefunden hat, waren für den Nachmittag alle Interessierten ins katholische Pfarreizentrum Wil zum Treffen für alle mit dem Thema: 'Salz und Licht in der Welt sein' eingeladen.

Das Treffen begann mit einer musikalischen Einstimmung der besonderen Art. Mit einem kurzfristig zusammen gestellten Chorprojekt und professioneller Band

Tfa Fsslerverabschiedeten sich Gabriela und Stefan Fässler von ihrer langjährigen Tätigkeit als musikalische Leiter der Bibelgruppen Immanuel. Mit erfrischendem Gesang und sinnlicher Musik nahmen sie die Anwesenden an diesem Anlass ein letztes Mal mit auf eine kleine Reise des Herzens.

Gastreferent Diakon Christof Hemberger, dipl. Sozialpädagoge, Ravensburg, liess die rund 180 Anwesenden in seinem Impuls an seinem ganz alltäglichen Leben als Christ teilhaben und sprach sich darüber aus, dass Menschen um die Quelle wissen dürfen und sollen, aus der Christen schöpfen.

Salz und Licht in der Welt sein
Natürlich habe ich den Satz schon öfters gehört und mir nicht zum ersten Mal an diesem Samstagnachmittag die Frage gestellt: "Bin ich das?" Wie stelle ich mir 'Salz und Licht in der Welt sein' vor und entsprechen meine Vorstellungen dem, was damit gemeint ist? Manchmal, so glaube ich, bewegt mich die Gnade Gottes, mein Herz zu öffnen und anzubieten was Er gerade hinein gelegt hat. In dem inneren Frieden und der stillen Freude, die ich dann oft empfinden darf, meine ich zu erkennen, dass Gott in mir in diesem Augenblick ein kleines Wunder vollbracht hat. Das sind heilige Momente, doch sie kommen leider nicht alle Tage vor!

Ich danke Diakon Christof Hemberger für die Geschichte der achtzig Missionare, die es auf der Schiffsreise zu ihrem Bestimmungsort nicht fertig gebracht haben, nur einen von ebenso vielen Ungläubigen an Bord zu bekehren. Das entlastet mich sehr! Allerdings bin ich froh, dass der Impuls nicht an dieser Stelle endete.

So bewegt mich des Weiteren das schlichte und klare Zeugnis seines täglichen Lebens, das zum Ausdruck gebracht hat, was seine stille Art zu evangelisieren gelingen lässt: Die grosse Liebe zu Gott und den Menschen; seine Empathie, Aufmerksamkeit und Geduld. Christsein erhält seine besondere Ausstrahlung und Klangfarbe durch den natürlichen Umgang mit dem, was ihre Quelle und ihr Glaube ist - Jesus Christus. "Je näher ihr am Herzen Jesu lebt, desto mehr werdet ihr Licht und Salz in der Welt sein!"

Sich zu erkennen geben als Christ, mit den Menschen, besonders auch mit 'Nichtgläubigen' leben, Freundschaften pflegen, zuhören, Hand und Herz bieten, Vorbild sein, Geduld haben und warten können bis die Zeit gekommen ist, ist ein Lebensstil! Er schenkt Befreiung von unerwünschten Bekehrungsversuchen und führt hin zu echter Hingabe an Gott und die Menschen.

In allen Menschenherzen ist eine angeborene, tiefe Sehnsucht angelegt, die weder von anderen Personen noch von jeglichen Vergnügungen und materiellen Dingen gestillt werden kann. Es ist eine Sehnsucht nach etwas, das durch alle Belange des Lebens hindurch Bestand hat und sich verschenkt.

Christen haben die Antwort auf ihre Sehnsucht gefunden. So lasst uns weitergeben, was wir durch die Gnade Gottes empfangen, denn wir haben der Welt etwas zu geben!

Abschluss des Tages war die Eucharistiefeier mit Pfarrer Leo Tanner. Christof Hemberger wies in seiner Predigt zum Gleichnis 'der verlorene Sohn' u.a. auf die unendliche Barmherzigkeit des Vaters hin. Die ermutigende Botschaft, auf gute Weise 'Salz und Licht in der Welt' zu sein, wurde damit bestärkt und mit nach Hause getragen!

Gabriele Widmann

Back to Top