Treffen für alle, 3. März 2018 in Wil SG

Meine Identität in Christus

Die Autorität und Vollmacht als Christ leben

Zusammenfassung des Impulses von Christof Hemberger

Jesus hat uns ein Erbe hinterlassen. Ein Erbe, das unser ganzes Wesen, ja unsere Identität neu macht.  Dieses Geschenk haben wir allein der unendlichen Liebe unseres himmlischen Vaters zu verdanken. „Denn so sehr hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen einzigen Sohn für uns hingab! “ Joh.3,16.  

Haben wir nicht nur mit dem Verstand begriffen, sondern in unserem Herzen angenommen,  dass uns Gottes Sohn, Jesus Christus, durch seinen Tod am Kreuz den Weg zum Vater frei gemacht hat? Ist uns auch bewusst, dass dieser zutiefst geistliche Aspekt unser ewiges Erbe ist, das es zu anzunehmen und ganz praktisch in unserem Alltag umzusetzen gilt?

Allen die Ihn aufnahmen, gab Er die Macht, Kinder Gottes zu sein. Glauben wir das wirklich? Wissen wir tief in unserem Herzen, dass Gott wirklich gut ist und vertrauen wir darauf, dass er sich liebevoll um uns kümmert, dass Er Pläne des Heils für unser Leben hat und uns  Hoffnung und eine Zukunft schenkt? Glauben wir auch dann, wenn nicht alles so läuft wie wir es uns wünschen?

Durch Jesu Bereitschaft, für unsere Schuld zu leiden und sterben, sind wir hineingenommen worden in die Gotteskindschaft. Unsere Taufe, bei der wir mit Chrisam gesalbt worden sind, macht uns zu Söhnen und Töchtern unseres Gottes und verleiht uns königliche, priesterliche und prophetische Würde. Doch dieses Privileg stellt uns in die Verantwortung. Wir sind herausgefordert, unser Leben ganz Jesus anzuvertrauen und unser „Ja zu Gott“ täglich zu  erneuern. Mit unserer bewussten Entscheidung, anzunehmen was uns in der Taufe geschenkt worden ist, treten wir unser Erbe an. Fortan lebe nicht mehr ich, sondern Jesus lebt in mir.

Fotos von der MV und dem Treffen für alle

So wie die Raupe sich im Kokon zu einem Schmetterling verwandelt, soll sich unsere Identität verändern und entfalten, damit wir im Glauben wachsen und unser Christsein mit Vollmacht und Autorität in Anspruch nehmen können! Hierzu gehören jedoch auch Gehorsam und Treue im Kleinen und die Bereitschaft, den Anweisungen des Herrn zu folgen.

Nichts vermag ich ohne Christus, aber alles vermag ich durch ihn/mit ihm! Aus eigener Kraft vermögen wir nicht, uns zu vollmächtigen Christen zu entwickeln. Wir brauchen täglich neu die Kraft des Heiligen Geistes, der uns belebt, stärkt, ermutigt und uns die Kraft schenkt, seine Wege zu gehen. Er ist es, der in uns das Wollen bewirkt und uns verändert. Gott hat uns durch Jesus Christus zu Erben gemacht und als solche sendet er uns, seine frohe Botschaft in die Welt zu tragen.

Kirche existiert nicht, um es sich schön zu machen, viel mehr um Gottes Vermächtnis weiter zu geben und Zeugen für Jesus in dieser Welt zu sein.

Zeugnis von Gabriele Widmann

Glaubst du das? Drei Worte nur! Sie haben mich mitten ins Herz getroffen. Drei eher unscheinbare Worte zwischen den vielen gewichtigen, gehaltvoll und laut ausgesprochenen Gedanken. Christof Hemberger hat mit diesem einen Satz zusammengefasst, was in den Tagen vor diesem Treffen für Alle mein ganzes Sein eingenommen hat. 

Ich habe eine Entscheidung getroffen – eine Wichtige. Gott hat sie mir ins Herz gelegt!

Ich will mich unter Seinen Gehorsam stellen, doch ganz so einfach ist das nicht.  Selbst wenn ich Gottes Willen in der zu treffenden Entscheidung erkannt habe, bin ich es, die sich mit deren Umsetzung auf Glatteis begibt. Nicht ich, Christus lebt in mir, doch was ist mit diesen verflixten kleinen Anteilen an Gedanken, die mein Unterfangen wieder und wieder in Frage stellen wollen? Und was mit den lästigen und unvorhergesehenen Komplikationen, die sich umgehend bemerkbar machen? Wieviel Glauben und Vertrauen habe ich wirklich? Lebe ich tatsächlich meine Identität in Jesus Christus? Das ist zwar meine tiefste Sehnsucht und ich weiss, dass ich ein geliebtes Kind Gottes bin – ein Königskind so zu sagen, mir bereits zugesprochen bei der Taufe und in Anspruch genommen durch mein „ja, ich will!“ Doch dieses fiese Quäntchen Misstrauen; wellenartig kommt es über mich und das nicht nur einmal. Während einigen Tagen versucht es immer wieder mich zu ängstigen, fertig zu machen und zu nötigen, mein Entschluss, den Gott mir ins Herz gelegt hat einfach wegzuspülen. Das gelingt zwar nicht, weil mich gerade diese Erfahrung mehr als üblich Gottes Nähe suchen lässt, und Er mir dank Seiner grossen Liebe, die Er für mich hat, mit der Siegesfahne in der Hand entgegeneilt!

Und trotzdem; selbst jetzt wo ich darüberschreibe, spüre ich die Zerbrechlichkeit dieser Gefässe die „Glauben und Vertrauen“ heissen und realisiere, wie mich ganz schnell Misstrauen und Angst einzunehmen versuchen, wenn ich meine Identität in Christus nicht in Anspruch nehme!

Ich habe mein Erbe angetreten. Was hätte Jesu Tod am Kreuz für einen Sinn gehabt, wenn ich es nicht täte! Und welcher Sinn hätte dann mein Leben?                                                                                                                                                                                                                                                                Gabriele Widmann

Fotos von der MV und dem Treffen für alle

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